AD(H)S ist ein multikausales Geschehen. Neben den vielen Ursachen hat AD(H)S auch viele Facetten. Nach den Diagnosekriterien des ICD-10 gehören die Aufmerksamkeitsstörung, die Impulsivität und eine gewisse Hyperaktivität zum vollständigen Bild des AD(H)S.
Die fehlende oder verminderte Selbststeuerung kann zu Problemen mit der Organisation des Alltags führen, zu Lern- und Leistungsstörungen, zu mangelndem Gefahrenbewusstsein. Häufig suchen Kinder, die unter AD(H)S leiden nach extra starken Reizen. Sie zeigen ein auffälliges Störverhalten wie nicht abwarten können oder anderen dazwischen funken. Schon im Kindergarten kann sich eine AD(H)S-Störung durch mangelnde Integration in die Gruppe und durch fehlende Freundschaften bemerkbar machen.
 
Das Familienleben wird von allen Mitgliedern als wenig harmonisch erlebt. Stress und Anspannung herrschen vor. Der Fokus der Wahrnehmung liegt in der Regel auf dem störenden und riskanten Verhalten des „Problemkindes“. Andere Geschwister und Familienangehörige kommen zu kurz. Allgemein gibt es wenig Ruhe und Entspannung.
Häufig sind die Familien zusätzlich isoliert. Befreundete Familien haben sich abgewandt, weil Besuche und Treffen als zu belastend empfunden wurden. Die häufig stark überlasteten Eltern oder auch alleinerziehende Väter oder Mütter leiden unter der erhöhten Gefahr eines Burn-Out-Syndroms.
 
Hier kann das ADHS-Elterntraining nach dem Trainingskonzept des IFLW helfen.